Halb Mensch - halb Tier

Ein Schreckensszenario für die Vorstellungen von Menschen von vor mehr als 2.000 Jahren: Geschöpfe, die tierische Fähigkeiten mit einem menschlichen Verstand und einem schrecklichen Äußeren in sich bargen.

Nicht zwangsläufig durch Sodomie entstanden, den alten babylonischen, grichischen und ägyptischen Geschichten entsprungen, beinhaltet die Mischung aus Mensch und Tier nicht nur eine allgemeine Angst sondern auch Ehrfurcht, denn die Eigenschaften der Tiere haben maßgeblichen Einfluß auf das sagenhafte Wesen.

Nicht ohne Grund beinhalten die phantastischsten Geschöpfe starke, schöne Tiere wie den Stier, den Löwen, das Pferd, den Adler oder auch die schlaue aber hinterhältige Schlange.

Die ältesten Funde solcher Beschreibungen finden sich bereits ab der Steinzeit. Im deutschen Lonetal wurde der etwa 32.000 Jahre alte Löwenmensch, eine Figur aus Mammut-Elfenbein, gefunden. Wie bei anderen Funden auch vermutet man schamanistische Rituale, z. B. um die Stärke des beschworenen Tieres auf die Jäger der Sippe zu übertragen.