Das römische Götterbild

Die Römer waren Meister der Integration. Das gilt nur nur in politischer und militärischer Hinsicht sondern auch für die Kultur und die Religion. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass die zwölf Hauptgötter und zahlreiche der anderen verehrten Gottheiten direkt oder mindestens indirekt eine entsprechung haben - vor allem aus dem Kreis der griechischen Gottheiten.

Die zwölf Hauptgötter sind in Paare aus Göttern und Göttinnen gegliedert. Außer dem "Höchsten", Zeus, gibt es aber keine weitere Rangfolge innerhalb der Verehrung - jeder verehrte, wen er "gerade brauchte".

Die zwölf Hauptgötter

  • Jupiter (= gr. Zeus): Göttervater und Gott der Luft, des Donners und vor allem des Blitzes. Er wird häufig mit einem Blitzbündel, einem Zepter und/oder mit einem Adler dargestellt
  • Juno (= gr. Hera): Die Göttin der Familie ist bei Hochzeiten, Schwangerschaft und Geburt zuständig. Ihr Tier ist der Pfau und sie wird mit einer Art Stoff-Diadem, der königlichen Kopfbinde, dargestellt
  • Neptunus (= gr. Poseidon): Gott des Meeres. Er ist "nebenbei" auch noch für Erdbeben und Pferde zuständig, wird nahezu immer mit Dreizack und oft mit einem Streitwagen gezeigt.
  • Minerva (= gr. Athene): Göttin der Weisheit, der Jungfräulichkeit, des Ackerbaus, der Künste und der Wissenschaften aber auch des Friedens und des strategischen Krieges. Deshalb, und weil Sie die Göttin der Helden ist, wird sie häufig mit Helm, Schild und Lanze gezeigt. Ihr Tier ist die Eule, das Symbol für Weisheit.
  • Mars (= gr. Ares): Der Kriegs-Gott wird mit Schwert, Schild und Helm dargestellt.
  • Venus (= gr. Aphrodite): Göttin der Liebe und der Schönheit. Das berühmte Gemälde von Sandro Botticelli "Die Geburt der Venus" zeigt Sie Ihrem Symbol, der Venusmuschel, entsteigen. Als Tier wird Ihr die Taube zur Seite gestellt - weisse Tauben werden noch immer bei Hochzeiten gerne frei gelassen. Sie trägt außerdem einen Gürtel und einen Spiegel.
  • Apollo (= gr. Apollon): Er ist der Schöngeist und Gott des Lichts und der Poesie - aber auch der Pest und der Mäuse. Wie in Griechenland Apollon wird er mit einer Art Harve und mit Pfeil & Bogen symbolisiert.
  • Diana (= Artemis): Als Jagdgöttin ist sie auch für den Mond zuständig. Wie Apollo trägt Sie Pfeil und Bogen, Ihr Bogen ist allerdings aus Silber. Die Mondsichel kann als Ihr Symbol verwendet werden, die Hirschkuh ist das ihr beigestellte Tier.
  • Vulcanus (= gr. Hephaistos): Gott des Feuers, der Schmiede und der Vulkane. Sein Haupt bedeckt die Kappe des Schmieds (Pilos) und er trägt einen Hammer.
  • Vesta (= gr. Hestia): Göttin des Herdfeuers und der familiären Harmonie
  • Mercurius (= gr. Hermes): Gott der Diebe und der Händler sowie der Reisenden. Er trägt einen geflügelten, breitkrämpigen Reisehut (Petasos) oder einen Flügelhelm und häufig seine geflügelten Schuhe sowie einen Hermesstab (Erkennungssymbol der Herolde). Die Geldbörse ist Symbol des Handels.
  • Ceres (= gr. Demeter) ist die Göttin der Fruchtbarkeit und der Erde. Sie trägt eine Fackel und wird häufig mit (Getreide-)Ähren assoziiert.

Weitere Götter

  • Acca Larentia - Amme von Romulus und Remus
  • Aeolus - Gott der Winde, gr. Aiolos
  • Aesculapius - Gott der Heilkunst, gr. Asklepios
  • Alemonia - Sie soll das ungeborene Kind nähren, dass es voll entwickelt geboren werden kann.
  • Amor - Gott der Liebe, gr. Eros
  • Anna Perenna - Göttin des Frühlings und des jungen Jahrs
  • Aurora - Göttin der Morgenröte, gr. Eos
  • Bona Dea - Göttin der Fruchtbarkeit, Heilung, Jungfräulichkeit und Frauen
  • Cardea - Göttin der Gesundheit, der Schwellen, der Türscharniere und der Türgriffe
  • Carmenta, Nicostrata - Göttin der Weissagung und der Geburt
  • Carna - Göttin des Herzens und der inneren Organe
  • Consus - Gott der eingebrachten Ernte
  • Dea Dia - Göttin des Wachstums
  • Epona - Göttin der Pferde
  • Faunus - Gott der Wälder und Weiden, gr. Pan
  • Feronia - Frühlings- und Erdgöttin
  • Flora - Göttin der Blumen und Blüten
  • Fons - Gott der Quellen, Brunnen und fließenden Gewässer
  • Fortuna - Göttin des Glücks und des Zufalls, gr. Tyche
  • Furien - die Rachegöttinen oder griechisch Erinyen
  • Furrina - Göttin der Diebe
  • Hercules - Heil- und Orakelgott, Beschirmer der Sportstätten
  • Janus - zweigesichtiger Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore
  • Laverna - Schutzgöttin der Diebe und Betrüger
  • Levana - Schutzgöttin der Neugeborenen
  • Luna - Göttin des Mondes, gr. Selene
  • Maia - Mutter des Hermes, gr. Maia
  • Mutunus Tutunus - Gott der Hochzeitsfeier
  • Ops - Gattin des Saturnus, Mutter von Jupiter, gr. Rhea
  • Pales - Göttin der Weide und der Hirten
  • Picus - Gott der Felder und Wälder, Sohn des Saturnus
  • Pluto - Herrscher der Unterwelt, gr. Hades
  • Plutus - Gott des Reichtums
  • Pomona - Göttin des Obstsegens
  • Portunus - Gott der Häfen
  • Proserpina - Göttin der Erneuerung und Herrscherin der Unterwelt
  • Quirinus - Gott der Quelle
  • Robigus - Gottheit der Getreidekrankheiten wie Getreiderost
  • Saturnus - Gott des Ackerbaus (Vater Jupiters), gr. Kronos
  • Silvanus - Gott der Hirten und Wälder
  • Sol - Sonnengott, gr. Helios
  • Tellus - Gottheit der mütterlichen Erde, gr. Gäa
  • Veiovis - ,,Anti-Jupiter", Jupiter der Unterwelt, Gott der Sühne und der entlaufenden Verbrecher oder der Heilung
  • Vertumnus - Gott des Wandels und der Veränderung
  • Volturnus - Gott des Wassers und der Flüsse

Quelle: Wikipedia, 14. Juli 2012