Zerberos (lat. Cerberus, gr. Kerberus) / Garm

Den Eingang zur Unterwelt bewacht in der griechischen Mythologie ein gewaltiger Hund, der in älterer Zeit mit einem, später mit drei Köpfen dargestellt wird. Es ist Kerberos, der wie seine Geschwister, darunter Chimaira, Hydra und Sphinx, ein Ungeheuer ist. Auf seinen drei Köpfen recken sich hundert Schlangen. Auch sein Schwanz mündet in einen Schlangenkopf bzw. einen Drachen und sein ganzer Leib ist mit zischenden Ottern behaart.

Jedem Neuankömmling begrüßt er freudig in der Unterwelt, dabei mit seinem Schlangenschwanz wedelnd. Wer aber zurück ans Tageslicht will, findet in ihm einen unbarmherzigen Wächter. Um den Verstorbenen vor dem leichenfressenden Kerberos zu schützen, gibt man ihm Honigkuchen mit. Wer von dort wieder zurückkehren will, hat zur Besänftigung des Untiers darum einen zweiten solchen Kuchen mit, etwa die Psyche im Märchen ,,Amor und Psyche".

Nur dem Sänger Orpheus gelingt es, mit der Schönheit und Kraft seiner Musik den Höllenhund zu besänftigen.

Auch in der nordischen Mythologie ist ein Höllenhund wohlbekannt. Es ist der Garm, der den Eingang nach Hel bewacht.